Chancenkarte
Eine punktbasierte Erlaubnis, um nach Deutschland zu kommen und Arbeit zu suchen — bis zu ein Jahr lang, bevor du ein Angebot hast. Suche direkt vor Ort, arbeite in Teilzeit während der Suche und wechsle nach der Einstellung in eine Arbeitserlaubnis.
Wichtige Fakten
Chancenkarte auf einen Blick
Praktischer Leitfaden, keine Rechts- oder Einwanderungsberatung — bestätige die aktuellen Kriterien bei der deutschen Auslandsvertretung und auf dem offiziellen Portal Make it in Germany.
Zwei Wege hinein
Wie du dich qualifizierst
Weg A — volle Anerkennung
Wenn dein ausländischer Abschluss als gleichwertig mit einem deutschen Abschluss vollständig anerkannt ist, bist du direkt für die Karte berechtigt, ohne das Punktesystem.
Weg B — Punktesystem
Du brauchst einen Hochschulabschluss oder eine Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren, plus Deutsch A1 oder Englisch B2, und musst mindestens 6 Punkte sammeln.
Punkte
Woher die Punkte kommen
- Teilweise Anerkennung deiner Qualifikation
- Qualifikation in einem anerkannten Engpassberuf
- Berufserfahrung (mehr Jahre → mehr Punkte)
- Deutschniveau (B1 und höher bringt viele Punkte)
- Englisch auf C1 (für Menschen ohne starke Deutschkenntnisse)
- Alter (unter 35 bringt die meisten Punkte)
- Früherer Aufenthalt oder früheres Studium in Deutschland
- Ein Partner, der die Kriterien ebenfalls erfüllt
Schritte
Von der Antragstellung bis zum Jobangebot
- 1
Prüfe deine Punkte und ob deine Qualifikation anerkannt werden kann (siehe die Anerkennungsseiten).
- 2
Sammle Nachweise: Hochschulabschluss/Berufsabschluss, Sprachzertifikate, Arbeitszeugnisse, Finanzierungsnachweis.
- 3
Beantrage die Chancenkarte bei der deutschen Auslandsvertretung in deinem Land.
- 4
Komm an, mach die Anmeldung und suche nach Jobs — du kannst in Teilzeit arbeiten und Probearbeit machen.
- 5
Sobald du eingestellt wirst, wechselst du zu einer EU Blue Card oder einer Aufenthaltserlaubnis für Fachkräfte, ohne Deutschland zu verlassen.
So erhöhst du deine Punkte
Anerkennung stärkt deine Chancen
Wenn deine Qualifikation anerkannt wird — auch teilweise — bringt das Punkte und ist bei reglementierten Berufen Voraussetzung, um arbeiten zu dürfen. Prüfe vor deiner Antragstellung genau, wie die Anerkennung für deinen Beruf aussieht.
FAQ
Häufige Fragen zur Chancenkarte
Was ist die Chancenkarte?
Sie ist eine punktbasierte Aufenthaltserlaubnis, mit der du nach Deutschland kommen kannst, um einen Job zu suchen — für bis zu 12 Monate — ohne schon ein Angebot zu haben. Du darfst in Teilzeit arbeiten (bis zu 20 Stunden/Woche) und zweiwöchige Probearbeit machen, während du suchst.
Wie qualifiziere ich mich für die Chancenkarte?
Es gibt zwei Wege. Entweder ist deine ausländische Qualifikation als gleichwertig vollständig anerkannt (dann bist du direkt berechtigt), oder du nutzt das Punktesystem: Du brauchst einen Hochschulabschluss oder eine Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren, dazu grundlegende Deutschkenntnisse (A1) oder Englisch (B2), und mindestens 6 Punkte.
Wie funktioniert das Punktesystem?
Du sammelst Punkte für Dinge wie eine teilweise Anerkennung, Arbeit in einem Engpassberuf, mehrere Jahre Berufserfahrung, dein Deutsch- oder Englischniveau, dein Alter (jünger bringt mehr Punkte) und frühere Verbindungen zu Deutschland. Sechs Punkte sind die Schwelle.
Kann ich meine Familie mit der Chancenkarte mitbringen?
Die Karte selbst ist für die Jobsuche gedacht, deshalb ist der Familiennachzug in dieser Phase eingeschränkt. Sobald du einen passenden Job findest und zu einer Arbeitserlaubnis oder EU Blue Card wechselst, wird Familiennachzug möglich.
Was passiert, wenn ich einen Job finde?
Du wechselst von der Chancenkarte zu einer arbeitsbezogenen Aufenthaltserlaubnis — oft zur EU Blue Card oder zu einer Aufenthaltserlaubnis für Fachkräfte — ohne Deutschland zu verlassen.
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