Praxiswissen für Ausbildungsbetriebe
Deutschkenntnisse ausländischer Azubis beurteilen
Ein Sprachzertifikat ist ein Nachweis, aber noch keine Aussage darüber, wie sicher jemand Ihrem Arbeitsalltag folgen kann. Legen Sie deshalb zusätzlich fest, welche Gespräche, schriftlichen Aufgaben und Sicherheitsanweisungen im Ausbildungsberuf verstanden werden müssen.
TiG Redaktion · Inhaltlich geprüft am
Visum und Ausbildungsalltag getrennt prüfen
Für das Visum zur Berufsausbildung sind in der Regel Deutschkenntnisse auf B1-Niveau erforderlich. Je nach Fall gelten Ausnahmen, etwa wenn die Ausbildungsstätte die Kenntnisse bereits geprüft hat oder ein vorbereitender Kurs vorgesehen ist. Maßgeblich sind die aktuellen Anforderungen im konkreten Verfahren. Ihr Betrieb und die Berufsschule können für den Alltag weitergehende Kenntnisse benötigen.
Ein kurzes Gespräch mit beruflichem Bezug führen
Nutzen Sie Aufgaben, die zum Ausbildungsberuf passen. Geben Sie den Bewerbern Zeit für Rückfragen. Prüfen Sie, ob eine Anweisung verstanden wurde, indem sie in eigenen Worten wiedergegeben wird.
- Eine typische Aufgabe oder einen Tagesablauf beschreiben lassen
- Eine kurze Arbeitsanweisung gemeinsam durchgehen
- Beurteilen, ob die Person Unklarheiten erkennt und nachfragt
Den Sprachstand transparent festhalten
Notieren Sie Zertifikat, Prüfungsdatum und Ihre Beobachtung aus dem Gespräch getrennt. Halten Sie auch fest, welche Nachweise noch fehlen. Ein Lernziel bis zum Ausbildungsbeginn ist eine Planung und darf nicht als bereits erreicht dargestellt werden.
Weiterlernen im Betrieb ermöglichen
Besprechen Sie Lernzeiten, berufsbezogene Begriffe und eine feste Ansprechperson. Stimmen Sie mit der Berufsschule ab, welche Unterstützung verfügbar ist. Kurze, verständliche Anweisungen und regelmäßige Rückfragen helfen, Missverständnisse früh zu erkennen.
Auf Ihren Ausbildungsplatz übertragen
Teilen Sie uns Beruf, Standort und Ihre offenen Fragen mit. Wir besprechen den möglichen nächsten Schritt.
Ausbildungsplatz besprechen